Akupunktur

Akupunktur
Akupunktur

Die Akupunktur (acus – Nadel, pungere – Stechen) ist - unter Berücksichtigung einer fundierten chinesischen Diagnose ausgeübt - eine äußerst effektive und sanfte Behandlungsmethode.
Aus Sicht der Chinesischen Medizin fließt das sogenannte „Qi“ (eine energetische Lebenskraft) durch den gesamten menschlichen Körper. Das „Qi“ benutzt dabei sogenannte Meridiane (Leitbahnen), die wie Flussläufe den Körper durchziehen. Kommt es zu Blockaden in den Meridianen, fühlt sich der Mensch krank, was sich zum Beispiel in Schmerzen äußert.
Während der Akupunktur werden an ganz bestimmten Meridianpunkten (in Ort und Qualität definiert) Nadeln in die Körperoberfläche gesetzt.
Ziel der Behandlung ist, durch Stimulation dieser Meridianpunkte energetische Störungen/Blockaden im Körper auszugleichen und ein harmonisches Gleichgewicht wiederherzustellen.
Durch die Behandlung mit sehr feinen Nadeln wird der Energiefluss an diesen Punkten so beeinflusst, dass sowohl ein regulierender Effekt entlang der Meridiane (z.B. Auflösen von Blockaden/Schmerzen) als auch eine harmonisierende Wirkung auf innere Organe, mit denen die Meridiane in Verbindung stehen, erzielt werden. Auf diese Weise aktiviert die Akupunktur Selbstheilungskräfte, die bei akuten als auch bei chronischen und funktionellen Erkrankungen von Bedeutung sind. Dabei lindert die Akupunktur nicht nur Schmerzen, sondern stimuliert das Immunsystem und wirkt vegetativ ausgleichend. Daher ist im Rahmen der Chinesischen Medizin die Akupunktur Therapie der Wahl insbesondere bei chronischen, funktionellen und psychosomatischen Erkrankungen.

Bei der Akupunktur-Behandlung kommen zwischen sechs bis zehn (selten mehr, manchmal weniger) sehr feine Nadeln, die entsprechend der chinesischen Diagnose in ausgewählte Meridianpunkte gestochen werden, zum Einsatz. Ein leichtes Ziehen oder ein feines, kurzzeitig elektrisches Gefühl ist Hinweis darauf, dass das sogenannte „Qi“ (Lebensenergie) im Meridian erreicht wurde. Die Nadeln verweilen ca. zwanzig Minuten und bereiten nach dem Einstich keine Schmerzen. Der Einstich ist vergleichsweise wesentlich schwächer als z.B. der Einstich zur Blutentnahme.

Die Ohrakupunktur - seit 1950 hauptsächlich durch den französischen Arzt Dr. Paul Nogier erforscht - stellt eine Sonderform der Akupunktur dar und basiert auf der Erkenntnis, dass sich der gesamte menschliche Körper in der Ohrmuschel abbildet (Somatotopie). Dadurch können Fehlfunktionen bestimmter Organe entsprechend der Abbildungszone der Ohrmuschel überregional beeinflusst werden. Ebenso verhält es sich mit der Mastoidakupunktur (Mastoid – Felsenbein / Knochen hinter dem Ohr). Bei der Moxibustion werden - meist über einer Akupunkturnadel - bestimmte, der chinesischen Diagnose entsprechend ausgewählte Meridianpunkte durch Wärme (Abbrennen von getrocknetem Beifußkraut) stimuliert.

Die verschiedenen Akupunkturmethoden werden häufig miteinander kombiniert.